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  Thema: schreckhaftes pferd Forum Index    
birgit@gaumberg.at
Beitraege Gesamt: 5
Mitglied Seit:
9-Apr-2006
Beitrag vom 9-Apr 10:20  Betrachte Benutzerprofil von birgit@gaumberg.at   [ 0 mal geaendert ]
Hallo,
ich bin besitzerin eines 12jährigen wallaches, der immer wieder schreckhafte "anfälle" hat. :-)
in der halle kann es sein, das er völlig ruhig und entspannt geht, bei einer minimalen veränderung( z.b. eine decke auf der Bande), die ihm zu 90% nichts ausmacht, wird er plötzlich hysterisch, will umdrehen und davonrennen. ganz schlimm wird es, wenn ein zweites pferd auf seine spinnereien reagiert und möglicherweise auch einen satz auf die seite macht.
beim ausreiten ist auch alles möglich: vom entspannten ausritt am langen zügel, bis hin zum durchgehen auf grund eines blattes, traktoren und lastwagen können ignoriert werden, können aber auch schreckliche monster angesehen werden, von denen man unbedingt davonrennen muß. ich hab schon vieles probiert, vom natural horsemanship bis über bachblüten für mich und ihn, futterumstellung, ausgleichende kräuter usw. Alles gemeinsam hat soweit geholfen, daß ich das reiten meistens geniesen kann, aber welche tage das sind, das weiß im vorhinein keiner.
eigentlich hab ich mich schon damit abgefunden, daß ich eben keine ausgeglichenes, ruhiges pferd habe, sondern eben ein überraschungspaket, das heute so und morgen so ist, aber nun bin ich auf der suche nach einem homöopathischen mittel für den hund meiner eltern auf dieses forum gekommen und voila, hier ist mein beitrag :-) wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte, wie genial homöopathie auch auf die psyche wirken kann, hab ich schon des öfteren erlebt, warum also nicht auf die psyche von meinem hottehüh
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"Wenn man beide Seiten der Münze gleichzeitig sieht, begegnet man den Ansichten derer, die nur eine Seite sehen, toleranter."
Christmas Humphreys
book
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Annina
Beitraege Gesamt: 570
Mitglied Seit:
14-Sep-2005
Beitrag vom 9-Apr 16:12  Betrachte Benutzerprofil von Annina   [ 0 mal geaendert ]
Hallo Birgit,
versuche es doch als erstes mal mit Akonitum D30. Jedesmal wenn du mit ihm arbeiten willst, gibst du ihm zuvor 10 Globuli.
Wenn ein guter Erfolg kommt, dann kannst du ihm auch mal C30 geben, das hält dann länger vor (du brauchst dann nicht jedesmal geben....
Mit der Zeit kann sich dann dieses Neigung zu Schreckhaftgkeit verlieren aufgrund der Mittelgabe,...bitte nicht jeden Tag dann C30 geben sondern nur manchmal.

Annina!
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fröhlich sein, gutes tun und
die Spatzen pfeifen lassenbook
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Clara
Beitraege Gesamt: 80
Mitglied Seit:
15-Jan-2006
Beitrag vom 10-Apr 12:17  Betrachte Benutzerprofil von Clara   [ 0 mal geaendert ]
Hallo Annina!
Wie kommst du auf Aconitum?
Der Zustand bei Birgits Pferd ist konstitutiv zu sehen, Aconitum aber ein Mittel, das nur indiziert ist, wenn ganz urplötzlich ein unvermutet heftiger Zustand (psychisch meist mit PANIK, Todesangst!) eintritt und daher ein Parade-Akutmittel, das nicht vorbeugend, sondern wirklich nur im passenden Akutzustand gegeben werden soll.
Ich denke, dass es auf Dauer doch ein tiefer gehendes Konstitutionsmittel braucht, was aber schwierig ist, zumal wir nur wenige Symptome wissen und es bei Tieren generell schwierig ist.

Liebe Birgit, wäre schön, wenn du noch ein bisschen mehr über den Charakter und die Vorlieben deines Pferdes berichten könntest.
Denkst du, dass das Problem hinter der Schreckhaftigkeit ANGST ist, oder kann da auch was anderes dahinter stecken?
Ist dir ein Auslöser bekannt? (Oft traumatischer Transport bei jungen Tieren oä)
Welchen Charakter hat es denn generell (ruhig, aggressiv)?
Eigenheiten, die nicht jedes Pferd hat?
Körperliche "Schwachpunkte", die sich herausgestellt haben?

LG, Clara
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Annina
Beitraege Gesamt: 570
Mitglied Seit:
14-Sep-2005
Beitrag vom 11-Apr 9:41  Betrachte Benutzerprofil von Annina   [ 0 mal geaendert ]
Hallo Clara,
natürlich hast du recht, wenn du schreibst, daß Akonitum ein Akutmittel ist. Aber man weiß auch gar nicht warum, wieso und weshalb das Pferd in diesen Zustand gekommen ist.
Du hast ja in dem vorausgehenden Posting die entsprechenden Fragen schon gestellt, dann können wir ja abwarten ob wir nähere Details erfahren......

Trotzdem ist es kein großer Fehler, zuerst mal Akonit auszuprobieren!
Pferde sind eben sehr sensible Tiere,...da könnte man auch bei Ignatia oder auch Arsenikum "landen".
Ich lasse mich überraschen.....

Annina!
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die Spatzen pfeifen lassenbook
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Clara
Beitraege Gesamt: 80
Mitglied Seit:
15-Jan-2006
Beitrag vom 11-Apr 16:19  Betrachte Benutzerprofil von Clara   [ 0 mal geaendert ]
Hallo Birgit und Annina!
Habe heute endlich mein neues Reperotium bekommen, ganz neue Auflage!!!
Da gibt es auch eine Rubrik: Wahnideen - in Bezug auf Gegenstände - eingebildete; erscheinen wie Menschen; und: Flucht, vor!
Ich gebe aber besser keine Mittel dazu, so lange nicht näheres bekannt ist zum Charakter und was hinter dem Verhalten stecken könnte um hier keine voreiligen Vermutungen abzugeben...
LG, Clara
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book
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Clara
Beitraege Gesamt: 80
Mitglied Seit:
15-Jan-2006
Beitrag vom 11-Apr 16:51  Betrachte Benutzerprofil von Clara   [ 0 mal geaendert ]
Ich pfeife noch mal zurück, - nachdem die Rubriken recht eindeutige Worte sprachen und mich die Überprüfung mit der Materia medica noch sicherer macht traue ich mich zu sagen, dass sehr viel für STRAMONIUM spricht: Hauptwirkung auf Gehirn mit furchterregenden Wahnvorstellungen und ausgesprägter Schreckhaftigkeit; Ganz typisch die FLUCHT vor harmlosen Gegenständen (wegen optischer Fehleinschätzung der Größe oder Entfernung), sieht Gespenster etc.
-> weiters (?):Erhöhte Beweglichkeit der Muskeln, Bewegungen können gleichzeitig graziös und rhythmisch sein, dabei aber unkooridiniert. Gliederzittern, halbseitige Lähmungen, Parkinsonmittel.
Causa oft: üble Folgen von psychischem Schock/Schreck.
Schlimmer durch: Glänzende Gegenstände, Dunkelheit,Berührung, nach dem Schlaf.
Besser: Licht, Wärme, Gesellschaft.
Grüße, Clara
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book
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birgit@gaumberg.at
Beitraege Gesamt: 5
Mitglied Seit:
9-Apr-2006
Beitrag vom 12-Apr 8:42  Betrachte Benutzerprofil von birgit@gaumberg.at   [ 0 mal geaendert ]
hallo nochmals,

hier noch ein paar eckdaten von witiko
ich habe ihn mit 6 jahren, vor 6 jahren auf einer pferdeauktion erstanden, über seine vorgeschichte weiß ich nicht allzuviel, es wird aber vermutet, daß er spät geschnitten worden ist und vom reiterlichen ausbildungsstatus war er noch ziemlich roh. hatte z.Teil noch probleme mit geradeausgehen, wenn ich auf ihm saß. anfänglich hatten wir einige rodeoritte durch die halle, seine schreckhaftigkeit war weitaus schlimmer als jetzt und wie gesagt, typisch ist, daß er sich super anstecken läßt. daher gehe ich nur noch alleine ins gelände, da ist er für mich viel rittiger als mit anderen pferden. mein mann und mein mitreiter gehen auch mit der gruppe hinaus, die beiden haben die überzeugende muskelkraft, die mir fehlt. :-)
witiko ist ein sehr gesundes pferd, wenn auf grund der witterung der freilauf zu kurz kommt, dann wirkt er jedoch um einiges steifer als andere und er neigt dann auch zu angeschwollenen sehnen an den hinterfüssen, die mit der bewegung wieder verschwinden.
er hat einen sehr lieben charakter, wenn ich meine kinder auf ihm longiere kann sehr viel um ihn herum passieren, da paßt er super gut auf sie auf, auch wenn er einen reiter nicht kennt, ist er das bravste pferd. erst wenn er merkt, der kann was und der testet mich aus, was ich kann, dann fängt er auch zu testen an :-)
die typische aussage eines reitlehrers ist: jedes gute pferd ist eben schwierig, intelligente tiere fordern uns eben heraus.
ich hab nicht das gefühl, daß witiko in seiner hysterie sehr glücklich ist und mich herausfordert, mir scheint eher, er ist in solchen momenten um seine mitte betrogen und kann sie selber nicht mehr finden.
in der herde ist er einer der leitpferde, wenn nicht sogar das leitpferd, schwierig zu sagen, in einem stall mit 30 pferden ist ja auch ein steter wechsel.
vielleicht geht es um kontrollverlust, wenn er sie mir überlassen kann, ist es gut für uns beide, wenn er glaubt, er muß auf mich aufpassen, wirds gefährlich :-)
ich weiß nicht, ich arbeite viel mit natural horsemanship, aber die "hysterischen attacken" hat er auch dort.
im übrigen ist er ein begeistertes springpferd, wenn er hindernisse auf der wiese oder in der halle sieht ist ihm alles andere ziemlich egal, das macht ihm spaß und er arbeitet super mit. allerdings wenn er genug hat (was meistens lange nach mir ist :-) dann geht er über keinen sprung mehr drüber, der gehorsamsprung ist dann immer eine lächerlichkeit im vergleich, zu dem was er sonst springt. das kommt allerdings sehr selten vor, da er sehr ausdauernd ist und wir sowieso nur kurze springstunden haben.
in der dressur ist er ein pferd, das sich aufgaben merken kann und wenn ich zweimal die selbe reite, dann will er beim dritten mal schon alles alleine machen und wartet meine hilfen kaum noch ab :-)
nur damit ihr keinen falschen eindruck bekommt, witiko ist ein reines freizeitpferd, die ein, zwei turniere, die wir mit ihm gegangen sind waren eher chaotisch, witiko war völlig durch den wind und dementsprechend sahen unsere vorstellungen aus :-)
soweit zu meinem pferdchen, bewegungsmangel verschlimmert seine symptome natürlich, aber auch in zeiten, wo die pferde täglich 10 stunden auf der koppel stehen und er noch dazu viel geritten wird, verschwinden seine "Symptome" nicht ganz.

lg birgit

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Clara
Beitraege Gesamt: 80
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15-Jan-2006
Beitrag vom 13-Apr 17:00  Betrachte Benutzerprofil von Clara   [ 0 mal geaendert ]
Hallo Birgit!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Stramonium ist, passt auch zu seiner Geselligkeit.
Ich würde also empfehlen, Stramonium in C30 zu besorgen und ihm 4 Globuli davon zu geben. Das hält dann einige Zeit (uU bis zu 1 Monat).
Erst wenn er wieder anfängt mit dieser Schreckhaftigkeit, dürftest du wieder eine Gabe des Mittel verabreichen!
Wäre schön, wenn du uns dann noch mal berichten könntest!

LG, Clara
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book
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